Zitat am Montag

Der Montag ist da und mit ihm die Zeit für ein schönes Zitat des griechischen Redners und Autoren Demosthenes:

„Kleine Gelegenheiten sind oft der Anfang zu großen Unternehmungen.“

Ich wünsche Allen diese Woche viele kleine Gelegenheiten um daraus große Unternehmungen erwachsen zu lassen.


 

„Do not go gentle into that good night“ – Vertont

Nachdem ich gestern im Freitags-Special auf einen Aspekt des Films Interstellar eingegangen bin, möchte ich nun noch eine ganz wunderbare Rezitation des Gedichtes „Do not go gentle into that good night“ von Dylan Thomas verlinken.

Gesprochen von Anthony Hopkins, unterlegt mit dem großartigen Score von Interstellar und mit sehr schön komponierten Bildern, wie ich finde:

Freitags-Special: Was Liebe und Gravitation verbindet

Wissenschaft und Liebe?

Während es im letzten Beitrag düster und deprimierend zuging, wird es im heutigen Freitags-Special ganz wohlig-gefühlig, geradezu emotional. Denn es geht um die Liebe, um diese eine große Emotion, deren genaue Definition sich seit Jahrhunderten der menschlichen Erkenntnis entzieht. Es wurden sicher schon tausende Seiten Text gefüllt, unzählige Bücher über dieses Thema geschrieben, zahllose Filme gedreht und trotzdem weigert sich die Liebe beharrlich, sich unserem menschlichen Erkenntnishorizont zu öffnen. Kein Neurowissenschaftler dieser Welt kann erklären, wie Liebe funktioniert. Zuneigung: Spiegelneuronen und Ocytocin, Verliebtheit: Dopamin. Liebe? Eine echte, tiefe Bindung zwischen zwei Menschen? Unmöglich, solch ein komplexes Phänomen zu entwirren.

Der geneigte Leser mag verwirrt die Nase rümpfen: Was hat die Liebe hier im Nerd-Feuilleton zu suchen? Was gibt es da zu analysieren, zu systematisieren, wo bleiben bei dem Thema die Drachen und Raumschiffe, die Naturwissenschaft und das kritische Denken? Tatsächlich gibt es jemanden, der es geschafft hat, sich einer so tiefen Emotion wie der Liebe auf dem wissenschaftlich-kritischen Weg anzunähern, sogar unter Einsatz sehr vieler Elemente aus der klassischen Science-Fiction. Jemanden, der Raumschiffe, eine Erweiterung von Einsteins Relativitätstheorie und die Zukunft der Menschheit nutzt, um sich mit dem Thema Liebe zu beschäftigen. Der Liebe als Haupttriebfeder seiner Handlung verwendet ohne auch nur an einer Stelle kitschig zu sein. Und das alles durch das Medium des Films: Wer könnte es anders sein als Christopher Nolan, seines Zeichens einer der von mir am Meisten geschätzten Regisseure.

Nolan schafft es, monumentale Welten zu kreieren und Geschichten, die auf den ersten Blick verworren scheinen, sich aber in geradezu archäologischer Manier Schicht für Schicht auseinanderdividieren lassen und zumeist einige sehr interessante Gedankengänge offenbaren. Und er beschäftigt sich mit großen Themen. Gerade Inception und Interstellar regen sehr zum Nachdenken an und Letzterer schafft das Kunststück, auf das ich in diesem Beitrag eingehen möchte: Interstellar zeigt die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter, die nicht nur unabhängig ist vom Raum, sondern ebenso unabhängig von der Zeit. Unabhängig von den Grenzen, die die Naturwissenschaft uns auferlegt.

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Cooper und seine Tochter Murphy

An dieser Stelle sei eine Warnung angebracht, wir erreichen den Point-of-no-Return:

Dieser Beitrag legt das Ende des Films Interstellar von Christopher Nolan offen. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dies schleunigst nachholen und kann dann beruhigt mit der Lektüre beginnen.

 

Murphy, Cooper und der geheime Plan der NASA

Rollen wir es von vorn auf, auch wenn die Handlung wahrscheinlich gemeinhin bekannt und zu komplex für ein paar Zeilen ist: In der Welt von Interstellar ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Durch eine Klimaveränderung kann landwirtschaftlich kaum noch etwas angebaut werden. Mais, als einzige Pflanze noch wirklich ertragreich, wird mittlerweile großflächig von einem Parasiten befallen. Cooper, seines Zeichens Ingenieur und Testpilot für die NASA zieht seine Tochter Murphy und seinen Sohn Tom alleine groß, nachdem seine Frau an Krebs gestorben ist.

Murphy und Cooper verbindet ein sehr starkes emotionales Band miteinander, eine enge Beziehung zwischen Vater und Tochter. Cooper bekommt die Chance, für die NASA an einem Projekt teilzunehmen, das die Menschheit zur Kolonisierung auf eine zweite Erde bringen soll – vorgeblich. Cooper macht sich mit einem Team von Astronauten auf den Weg in Richtung eines Sonnensystems, in dem habitable Planeten vermutet werden. Die genauen Details lasse ich hier aus Komplexitätsgründen offen.

Und nun kommt das Ende, dieses Ende, welches sehr nachdenklich stimmt und irgendwie eine wunderbar lebensbejahende Botschaft in sich trägt: Nachdem Cooper sich auf dramatische Weise – durch den Flug in ein schwarzes Loch – opfert, um der Menschheit den Weg zu einer neuen Heimat zu ebnen, scheint er nicht, wie erwartet, dem Tode entgegen zu dämmern. Stattdessen findet er sich in einer seltsamen Spiegelwelt wider, in der er seine Tochter sieht. Seine Tochter in jungen Jahren, seine Tochter als Erwachsene. Er scheint sich in einer Dimension zu befinden, in der Zeit und Raum wie wir sie kennen nichts weiter sind als Stufen auf einer kleinen Leiter.

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Das schwarze Loch Gargantua: Wie viel Mut  es wohl erfordert, den Ereignishorizont zu passieren?

Die Liebe eines einzigen Mannes zu seiner Tochter wird genutzt, um eine Verbindung herzustellen, eine Verbindung die nicht nur den Raum zwischen den Welten überwindet, sondern auch die Zeit. Am Ende ist es nämlich Cooper, der alle Ereignisse in Gang setzt. Cooper fungiert als Botschafter, übermittelt sowohl dem jüngeren Ich von Murphy als auch ihrem älteren Pendant Informationen, welche in zwei verschiedenen Zeitebenen Kettenreaktionen auslösen und am Ende zur Rettung der Menschheit führen.

Liebe im Raum-Zeit-Gefüge

Und an dieser Stelle kommt Einstein ins Spiel: Seine Relativitätstheorie sieht das Konzept der Raumzeit vor. Diese lässt sich – modellhaft gesprochen – durch größere Massen krümmen, deshalb verläuft die Zeit in der Nähe sehr schwerer Objekte, Schwarzen Löchern und Neutronensternen beispielsweise, langsamer. Nolans Prämisse allerdings sieht vor, dass nicht nur die Gravitation den Lauf der Zeit ändern kann, sondern auch starke menschliche Emotionen, in diesem Fall die Liebe. Dr. Brand, gespielt von Anne Hathaway, stellt diese Theorie wie folgt dar:

 

Cooper: „Love has meaning, yes. Social utility, social bonding, child rearing…“

Brand: „We love people who have died. Where’s the social utility in that?“

Cooper: „None.“

Brand: „Maybe it means something more – something we can’t yet understand. Maybe it’s some evidence, some artifact of a higher dimension that we can’t consciously perceive. I’m drawn across the universe to someone I haven’t seen in a decade, who I know is probably dead. Love is the one thing we’re capable of perceiving that transcends dimensions of time and space. Maybe we should trust that, even if we can’t understand it. All right Cooper. Yes. The tiniest possibility of seeing Wolf again excites me. That doesn’t mean I’m wrong.“ – entnommen aus Interstellar von Christopher Nolan

 

Ich bewundere Christopher Nolan. Nicht nur für seine Filme, sondern dafür, dass er sich traut, ungewohnte Wege zu gehen und sich wie gerade in diesem Beispiel mit einer so verrückt erscheinenden Prämisse Emotionen in einem Film zu erzeugen. Somit ist die Idee der Liebe als in Einsteins Raumzeit eingebettete Naturkraft etwas ganz Besonderes. Unabhängig von der wissenschaftlichen Validität: Die grundlegende Idee von Interstellar ist absolut faszinierend.

Schließen möchte ich diesen Beitrag mit dem wunderbaren Gedicht Do not go gentle into that good night, das der walisische Dichter Dylan Thomas, zum Tode seines Vaters schrieb. Sehr passend zur Thematik des Films, denn in Interstellar ist es Cooper, der in die „gute Nacht“ hinauszieht, in diesem Falle in die Nacht des Universums, mit der großen Aufgabe, eine neue Heimat für die Menschheit zu finden, während Murphy sich damit nicht abfinden kann.

 

Do not go gentle into that good night

Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

Though wise men at their end know dark is right,
Because their words had forked no lightning they
Do not go gentle into that good night.

Good men, the last wave by, crying how bright
Their frail deeds might have danced in a green bay,
Rage, rage against the dying of the light.

Wild men who caught and sang the sun in flight,
And learn, too late, they grieve it on its way,
Do not go gentle into that good night.

Grave men, near death, who see with blinding sight
Blind eyes could blaze like meteors and be gay,
Rage, rage against the dying of the light.

And you, my father, there on the sad height,
Curse, bless, me now with your fierce tears, I pray.
Do not go gentle into that good night.
Rage, rage against the dying of the light.

Dylan Thomas

H.P. Lovecraft – Die Faszination des kosmischen Horrors

Ein böses Spiegeluniversum

Jeder Literaturinteressierte kennt wohl mehrere Schriftsteller, deren Werke er tief bewundert, von deren Schaffen er beeindruckt ist und deren Ideen und sprachliche Eleganz ihm größten Respekt abnötigen. Für mich ist einer dieser Schriftsteller neben Dan Simmons und Brandon Sanderson – zu deren Romanen ich hier sicher auch noch einmal ein paar Zeilen schreiben werde – der US-Amerikaner Howard Phillips Lovecraft.

Warum? Dem möchte ich hier auf den Grund gehen, denn eigentlich bin ich ganz persönlich im Grunde unverbesserlicher, humanistischer Zukunftsoptimist. Lovecraft hingegen zeichnet zu dieser Weltsicht einen düsteren, geradezu hoffnungslosen Gegenentwurf. Gott ist nicht nur im Sinne Nietzsches tot, die Götter sind wahnsinnige, grausame, brutale, rücksichtslose Wesenheiten von weit außerhalb unseres bekannten Universums.

Lovecrafts Leben war auf alle Fälle zu kurz, trotzdem hat er neben vielen Kurzgeschichten auch Gedichte und Essays verfasst, in manchen Fällen auch gemeinsam mit anderen Autoren. Bei näherem Interesse an seinem Leben und Schaffen möchte ich auf die Seite des Festa Verlages verweisen, der eine schöne Kurzbiographie formuliert hat.

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Ein Blick in die Sterne: In unserer Welt voller Schönheit, bei Lovecraft voll verborgener Schrecken

Hier aber soll es nicht um sein Leben, sondern um seine Weltsicht gehen, um den „Cosmic Horror“. Und der ist frei von jedweder Hoffnung, frei von menschlicher Selbstbestimmung, frei von Bedeutung und Triumph. Die Menschheit ist nicht mal ein Spielball auf dem Schachbrett bedeutenderer Mächte, sie ist schlichtweg irrelevant für diese und könnte mit einem simplen Gedanken mächtigerer Spezies ausgelöscht werden. Sicher macht diese Tatsache einen Teil des Reizes aus, denn die schiere Größe, die Unbegreifbarkeit des von ihm geschaffenen, bösen Spiegeluniversums, lässt uns klein und unbedeutend erscheinen. Und ist nicht Hilflosigkeit im Angesicht einer gewaltigen, übermenschlich großen Bedrohung, eine der schrecklichsten Emotionen, die man empfinden kann? Der zutiefst menschliche Kern, auf den sich der Begriff des Horrors reduzieren lässt?

Horror im wirklich großen Maßstab

Viele Autoren schreiben über den täglichen Horror, über Mord und Totschlag, über außer Kontrolle geratene wissenschaftliche Experimente, ja teils sogar über von Dämonen besessene Alltagsgegenstände. Stephen King schafft es in seiner Erzählung Der Buick sogar etwas so Unspektakuläres wie ein Auto als großen Antagonisten zu etablieren. Hier liegt der Horror sozusagen ganz nah vor der eigenen Haustür, bei verrückt gewordenen Nachbarn oder bei seltsamen Kreaturen, die des Nachts durch den eigenen Garten oder über den Dachboden schleichen. Alltagsnaher Horror.

Genau demgegenüber ist Lovecrafts kosmischer Horror angesiedelt, der Alltag ist hier fern, sehr fern. Das beginnt bereits bei den Protagonisten, die zumeist hochgebildete und angesehene Adlige oder Wissenschaftler aus der amerikanischen Oberschicht sind und endet mit den Schauplätzen. Die Miskatonic University, bekannt für ihre parawissenschaftlichen Forschungen, die fiktiven Städte Arkham und Innsmouth, in denen ein ständiges Gefühl düsterer Bedrohung präsent ist und sich seltsame Vorkommnisse häufen, das wahrscheinlich allseits bekannte, wenngleich fiktive, Necronomicon, geschrieben vor Jahrhunderten von einem Autor am Rande des Wahnsinns. All diese Handlungselemente haben keinerlei Alltagsrelevanz, denn sie strahlen eine Art von Zeitvergessenheit aus, spielen allesamt im ausgehenden 19. Jahrhundert. Und trotzdem, oder genau aus diesem Grunde, faszinieren sie.

Neben dem Necronomicon, oft in Filmen und Romanen referenziert, sind Cthulhu und die alten Götter wohl die bekanntesten Schöpfungen des Autors. Götter, die hinter den Sternen leben und das Leben der Menschheit beeinflussen oder vor langer Zeit einmal beeinflusst haben. Götter, die die angesehensten und besten Wissenschaftler und Gelehrten nicht mit ihren Sinnen fassen können ohne ob ihrer puren Schrecklichkeit dem Wahnsinn anheim zu fallen. Bei Lovecraft ist es auch der Maßstab, der die Dinge interessant macht, es ist die schiere, übermenschliche Größe seiner Schöpfungen, die den Horror erzeugen. Alles ist monumental und für den menschlichen Geist nahezu unfassbar. Alte außerirdische Völker, die vor Äonen mit schrecklichen Waffen Kriege gegeneinander führten, Verwirrende Rituale, alte Artefakte und Orte, die seit Jahrhunderten kein Mensch mehr betreten hat, tragen wohl zur finsteren Stimmung bei.

Einen seltsamen Sog erzeugt auch die Mystik, das Paranormale, die Geisterhaftigkeit, die die Handlung vorantreiben. Okkulte und seltsam anmutende religiöse Kulte, die vollkommen verdrehte Traumwelt der Dreamlands, all dies erzeugt das Gefühl, nur ein winziger Teil einer viel gewaltigeren Welt zu sein, einer Welt, die dem Menschen nicht gewogen ist. Und genau dies ist es wohl, das neben seinem besonderen, adjektiv-lastigen Schreibstil, die Faszination von H.P. Lovecraft ausmacht.

Lovecrafts unbekanntere Gedichte

Während besonders die Kurzgeschichten von ihm recht bekannt sind, haben Lovecrafts Gedichte gerade im deutschsprachigen Raum weniger Verbreitung gefunden. Es mag daran liegen, dass man sich auf das altmodische Englisch nun doch etwas einstellen muss. In jedem Falle lohnt es sich, sie einmal zu lesen, denn sie erzeugen dieselbe ganz besondere Stimmung, diese seltsame Mischung aus Faszination und einem Gefühl für die schier unendliche Größe des von Lovecraft geschaffenen Universums. Ein feindliches, finsteres Universum zwar, nichtsdestoweniger eine faszinierende Welt.

Astrophobos ist neben The City mein absolut liebstes Gedicht von Lovecraft, weshalb ich es hier gern teilen möchte –Die Urheberrechte an seinem Werk sind mittlerweile erloschen, weshalb ich den Text an dieser Stelle direkt einbinden kann. Ein Vorteil der ausgelaufenen Urheberrechte sind übrigens auch seine frei im Internet zur Verfügung stehenden Texte. Zwei meiner liebsten Erzählungen habe ich unten einmal in ihrer deutschen Übersetzung verlinkt. Gerade Berge des Wahnsinns nutzt wohl alle Stilelemente, die den Cosmic Horror so interessant machen.

Übrigens ist Phobos der griechische Gott der Furcht und des Chaos. Ja, die Weite der Sterne mit den zutiefst menschlichen Urängsten vereinen, darin war Lovecraft ein wahrer Meister. Auch wenn man zumeist froh bin, nicht dauerhaft in Lovecrafts Gedankenwelt festzustecken, ist er ein Garant für eine wunderbare Abendlektüre, sowohl in lauen Sommernächten als auch im tiefsten, verschneiten Winter.

Astrophobos    

In the midnight heavens burning
Thro’ ethereal deeps afar,
Once I watch’d with restless yearning
An alluring, aureate star;
Ev’ry eye aloft returning,
Gleaming nigh the Arctic car.

Mystic waves of beauty blended
With the gorgeous golden rays;
Phantasies of bliss descended
In a myrrh’d Elysian haze;
And in lyre-born chords extended
Harmonies of Lydian lays.

There (thought I) lies scenes of pleasure,
Where the free and blessed dwell,
And each moment bears a treasure
Freighted with a lotus-spell,
And there floats a liquid measure
From the lute of Israfel.

There (I told myself) were shining
Worlds of happiness unknown,
Peace and Innocence entwining
By the Crowned Virtue’s throne;
Men of light, their thoughts refining
Purer, fairer, than our own.

Thus I mus’d, when o’er the vision
Crept a red delirious change;
Hope dissolving to derision,
Beauty to distortion strange;
Hymnic chords in weird collision,
Spectral sights in endless range.

Crimson burn’d the star of sadness
As behind the beams I peer’d;
All was woe that seem’d but gladness
Ere my gaze with truth was sear’d;
Cacodaemons, mir’d with madness,
Thro’ the fever’d flick’ring leer’d.

Now I know the fiendish fable
That the golden glitter bore;
Now I shun the spangled sable
That I watch’d and lov’d before;
But the horror, set and stable,
Haunts my soul for evermore.

H.P. Lovecraft

 

Referenzen

Der Außenseiter

Berge des Wahnsinns

Musikempfehlung am Montag: Trevor Rabin – The Launch

Die letzte Woche ging wirklich viel zu schnell vorbei. Nun aber möchte ich mich mit einer Musikempfehlung auf diesem Blog zurückmelden, da ich am Samstag leider nicht dazu kam, etwas Schönes herauszusuchen. Dieses Mal verlinke ich hier einen sicher recht bekannten Soundtrack aus einem wahrscheinlich noch bekannteren Film.

Natürlich, über Armageddon lässt sich prächtig streiten. Ein ganzer See voller Pathos, amerikanischer Patriotismus der stärksten Sorte und diverse Logiklücken. Nichtsdestotrotz aus meiner subjektiven Sicht äußerst unterhaltsam. Allerdings würde dieser Film schlichtweg nicht funktionieren ohne den großartigen Score von Trevor Rabin. Finde ihn äußerst ergreifend und empfehlenswert.

Und wer erinnert sich nicht noch an die fantastische Rede des US-Präsidenten, die mit diesem Score untermalt wurde? Allen Kritiken zum Trotz ein ziemlicher Gänsehaut-Moment. Zweifelsohne großes Blockbuster-Kino. Dieser Satz ist mir noch immer in bester Erinnerung:

„The dreams of an entire planet are focused tonight on those fourteen brave souls… traveling into the heaven.“

Hollywood hatte im Jahre 1998 anscheinend noch die Formel für Heroismus im Schrank und ein Händchen für eine gute Inszenierung. Würde mir wirklich mal wieder einen Sommer-Blockbuster dieser Machart wünschen und wäre bereit auch über stärkere Schwächen hinwegzusehen um den allgegenwärtigen Superhelden im Mainstream-Kino endlich mal etwas entgegensetzen zu können.